24. Bundeskonferenz der kommunalen Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten in Wolfsburg

18.05.2017 11:17
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276 days

Kategorie: Aktuelles

24. Bundeskonferenz der kommunalen Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten in Wolfsburg

Vier Gleichstellungsbeauftragte aus dem Rhein-Kreis Neuss waren dabei


Unter dem Motto "Kommune mit Zukunft - nur mit Gleichstellung" diskutierten 400 Gleichstellungsbeauftragte in Wolfsburg die entscheidenden Faktoren für die Zukunftsfähigkeit der Kommunen.

Lebenswerte Kommunen werden zunehmend solche sein, die die Ansprüche von allen Einwohnern und Einwohnerinnen berücksichtigen: In der Stadt- und Verkehrsplanung, beim Mitspracherecht in Politik und Verwaltung, in der Besetzung von Führungspositionen und in der gendergerechten Verwendung von kommunalen Geldern. In Zeiten des beginnenden Fachkräftemangels und der Konkurrenz um Arbeitskräfte, spielen auch Themen wie familien- und pflegefreundliche Arbeitsmodelle, die den Bedürfnissen von Männern und Frauen gleichermaßen gerecht werden, eine große Rolle. Eine Kommune mit Zukunft muss unmittelbare und mittelbare Diskriminierung von Frauen und Mädchen beseitigen und gleiche Verwirklichungschancen für Alle schaffen, unabhängig vom Geschlecht.

Gleichstellungsbeauftragte sind dafür unverzichtbar. Auf der Bundeskonferenz wurde die „Wolfsburger Erklärung“ verabschiedet. Darin werden u.a. gefordert:
- eine verbindliche und hauptamtliche Gleichstellungsarbeit für alle Kommunen
- ausreichende Ressourcen und Rechte für Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte
- bundesweit einheitliche Standards für die Gleichstellungspolitik vor Ort
- die Berücksichtigung der Lebenswirklichkeit von Frauen, Männern, Mädchen und Jungen bei allen kommunalpolitischen Entscheidungen.

Eine Voraussetzung für die gleichberechtigte Berücksichtigung aller Interessen ist, dass mehr Frauen in politischen Gremien und in Führungspositionen der Verwaltung und bei den kommunalen Töchtern vertreten sind. Die Erfahrung zeigt: Freiwillig passiert das nicht. Deshalb fordert die Bundesarbeitgemeinschaft der kommunalen Gleichstellungsbeauftragten eine Quotierung in allen entscheidenden politischen und wirtschaftlichen Gremien und eine klare Positionierung seitens der Politik für eine lebenswerte Gesellschaft für Frauen und Männer.

Die Gleichstellungsbeauftragten aus dem Rhein-Kreis Neuss auf der Bundeskonferenz:
von links: Ulrike Kreuels (Rhein-Kreis Neuss), Angelika Brieske (Stadt Korschenbroich), Nicole Musiol (Gemeinde Rommerskirchen) und Andrea Heinrich (Stadt Grevenbroich)